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There is no
time for sentiments in the life of a scientist...
Erklärung
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Mad Scientist Buchprojekt - Autorin
Brigitte Frizzoni:
Der verrückte Wissenschaftler im Science Fiction Film.
Der Beitrag skizziert anhand ausgewählter Beispiele aus der
Geschichte des SF-Films das Bild des Wissenschaftlers, wobei der
Schwerpunkt auf der Figur des mad scientist liegt. In einem zweiten
Teil stehen die Erzähltraditionen des SF-Films im Mittelpunkt,
und deren Einfluss auf die Gestaltung des Bildes des mad scientist.
Torger Möller:
Paranoia psychiatrica - Eine wissenschaftssoziologische Kasuistik.
Der Beitrag rekonstruiert die Auseinandersetzung zwischen dem Psychiatrie-Professor
Otto Binswanger und dem Professor für Mineralogie und Geologie
Johannes Lehmann-Hohenberg, die sich beide wechselseitig des 'Wahnsinns'
bezichtigen. Anhand dieses Falls zeigt sich die hybride Figur des
"Mad Scientist", die hinsichtlich ihrer Sinn- und Bedeutungszuschreibungen
analysiert wird.
Martin J. Schäfer:
Philosophenwahn im Medienkrieg - Nietzsche contra Wagner.
Anhand ausgewählter Aspekte der Philosophie und Biographie
Friedrich
Nietzsches, insbesondere in der Beziehung zu Richard Wagner beschäftigt
sich der
Beitrag von Martin J. Schäfer mit Konstellationen von Wahn,
Wissenschaft und
Medialität.
Felix Keller:
Der Sinn des Wahns - Der Mad Scientist als Figuration epistemologischer
Abgründe.
Ausgehend von der Einsicht, dass letztlich im Kern rationaler Argumentation
ein irrationales Moment steckt, welches im wissenschaftlichen Diskurs
als Wirklichkeit genommen werden muss, um überhaupt ein System
rationaler Argumentation zu ermöglichen, geht Felix Keller
dem Zusammenhang zwischen Wahn und Wissenschaft nach.
Zu Felix Kellers Homepage>>> www.tropen.ch/nowhere
Martina Erlemann
fokussiert in ihrem Beitrag die Zuschreibungen von Geschlecht an
Naturwissenschaft, die in den Printmedien (re)konstruiert und verarbeitet
werden am Beispiel der Darstellung von Physikern, den sehr viel
seltener präsentierten Physikerinnen, der Konnotierung des
Forschungsgegenstandes, der Inszenierung des Forschungsprozesses
der Physik und der verwendeten stilistischen und narrativen Vermittlungsstrategien.
Georg Seeßlen:
Transgression & gender play Die Menschenbastler und die
Sexualität.
Im Mittelpunkt des Beitrages steht die sexuelle (Nicht)-Ordnung
in den Konstellationen zwischen WissenschaftlerIn und Wissensobjekt,
und deren Konnotationen und Bewertungen, wie sie sich in Beispielen
aus der Literatur, Film und Comic darstellen.
Oliver Gaycken:
Perpetual Transformation and a Disconcerting Ubiquity": The
Supercriminal as Vernacular Scientist in the Serials of Louis Feuillade.
Durch die wissenschaftlichen Fortschritte der Moderne wird das Unerklärliche
allgegenwärtig, kaum verstandene Geräte werden Bestandteile
des alltäglichen
Lebens (Elektrizität, Radio, Zug, Automobil, usw.), was für
Staunen aber auch Unbehagen sorgt. Die Darstellungen der Wissenschaft
in den Serienfilmen Louis Feuillades Anfang des letzten Jahrhunderts,
wo superkriminelle Banden sich
mit der modernsten Technik bewaffnen (und durch modernste Technik
bekämpft
werden) verweisen auf diese ambivalente Reaktion auf die moderne
Wissenschaft.
Werner Schneider:
Von Schöpfern und ihren Geschöpfen Überlegungen
zu einer problematischen Beziehung.
Auf der Grundlage ausgewählter Filmbeispiele verfolgt der Beitrag
eine kultursoziologisch orientierte Diskussion der jeweils vorfindbaren
(und möglicherweise typischen?) Beziehungsmuster zwischen (als
verrückt, anmaßend etc. typisierten) Menschenwissenschaftlern
und den von ihnen beforschten, geschaffenen, umgestalteten Subjekten(?):
Monster, neue Menschen, Cyborgs...? Die Zielrichtung einer solchen
relationalen Perspektive liegt in der Frage nach eventuellen
Transformationen in den populärkulturellen Repräsentationen
der symbolischen Grenzziehungspraxis zwischen dem Menschlichen
und Nicht-Menschlichen und seinen (dargestellten) individuellen
wie gesellschaftlichen Folgen.
Eva Flicker
konzentriert sich in ihrem Beitrag unter einer film- und wissenschaftssoziologischen
Perspektive auf die Darstellung bzw. Repräsentation von Wissenschaftlerinnen
im Spielfilm - ausschließlich Frauen. In dem Artikel wird
eine Typologie von 6 Stereotypen der Wissenschaftlerin im Spielfilm
präsentieren und die methodische Vorgehensweise vorgestellt.
Desiree Gonzalo:
Scientists are human, too: serendipity, fallibility and fraud in
Science.
Gonzalo beschäftigt sich in ihrem Beitrag mit den (gewollten/
ungewollten) Fehlern und Missgeschicken in der wissenschaftlichen
Erkenntnisproduktion. Dabei wird auf die Ambivalenz verwiesen, die
die Figur des modernen Wissenschaftlers einerseits als ein menschliches
Wesenund andererseits als Ausdruck sakraler Unfehlbarkeit
aufweist.
Arno Meteling
Weird Science. Wissenschaft und Wahn im amerikanischen Superhelden-Comic.
Im amerikanischen Superhelden-Comic tragen Bösewichte einen
Doktortitel. Der Beitrag versucht aus semiotischer und kulturpoetischer
Warte, die Herrschaft der promovierten Superschurken zu skizzieren
und ihre Funktion innerhalb des Superhelden-Comics zu ermitteln.
Von Interesse sind dabei die Rollen von Naturwissenschaft, Technologie
und Medialität sowie die Laboratorien als Zentralen des Bösen
und das dominante Pulp-Format des "Mad Scientist".
Julia Köhne
Der wahnsinnige und geniale Körper. Zur wissenschaftlichen
Feststellung und
filmischen Repräsentation einer imaginativen Koppelung.
Die Verwissenschaftlichungen und kulturellen Problematisierungen
der Figur
des genialen Wissenschaftlers um 1900 arbeiten mit ambivalenten
Zuschreibungen. Das Genie wird zugleich als Schöpfer, Erlöser
und Held
und als Melancholiker und Paranoiker imaginiert. Dabei ist die Frage,
wie
das Verhältnis von genialem Körper und Sichtbarkeit gedacht
wird. Anhand des Films "A Beautiful Mind" soll die Koppelung
von schönem, genialem Geist und problematischer Körperlichkeit
analysiert werden.
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